So wenden Sie erfolgreich Gefahren für Beschäftigte durch das Wetter ab!

Quelle: http://www.muldental-nachrichten.de/

Als Arbeitgeber müssen Sie auch für wetterbedingte Unfall- und Gesundheitsgefahren eine Gefährdungsbeurteilung haben und Maßnahmen zur Gefahrenabwehr treffen.

 

Die folgenden Maßnahmen haben sich dabei bewährt:

  • Gestalten Sie ortsgebundene Arbeitsplätze im Freien, so dass von ihnen keine Gefahr ausgeht. Ggf. müssen Unterstände, beheizte Aufenthaltscontainer o.ä. her. Orientieren Sie sich dabei an den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR).
  • Sorgen Sie dafür, dass Bedienungsplätze von Maschinen, Anlagen, Baumaschinen und anderen Fahrzeugen gegen Witterungseinflüsse geschützt sind. Unterstände und Fahrerkabinen sind hier sicher eine gute Lösung.
  • Statten Sie Ihre Mitarbeiter mit Schutzkleidung gegen Witterungseinflüsse wie Kälte und Nässe, aber auch Sonne aus. Bedenken Sie dabei auch andere Gefahren, wie zum Beispiel die durch Straßenverkehr. Es kann nicht sein, dass der Hausmeister im Winter Schnee räumen muss und dafür weder wasserdichte, profilierte Winterstiefel, noch eine warme und wetterfeste Warnschutzjacke zur Verfügung hat. Handschuhe und Kopfschutz gehören übrigens dann auch noch dazu.
  • Sorgen Sie bei Sonnenstrahlung dafür, dass körperbedeckende Kleidung zum Schutz der Haut getragen wird und stellen Sie Sonnenschutzmittel sowie kalte Getränke zur Verfügung. Sonnenschutzmittel und kalte Getränke gehören hier zu Ihren Arbeitgeberpflichten.

Achtung im Sommer!

Im Sommer sind bei der Arbeit im Freien zusätzlich zu den vorstehenden Hinweisen bei der Gefährdungsbeurteilung weitere Faktoren zu betrachten: Denken Sie an

  • UV-Strahlung,
  • erhöhte Hitzebelastung durch direkte Sonneneinstrahlung und
  • erhöhte Konzentrationen von Luftschadstoffen.

Informieren Sie sich frühzeitig dahingehend, ob mit einer Hitzewelle zu rechnen ist. Wetter-Apps und einschlägige Internetseiten helfen Ihnen weiter. Für Baustellen gelten besondere Regeln. Entsprechende Hinweise finden Sie u. a. in den ASR und auf der Internetseite der BG BAU. So können hier Anlagen zur Beschattung, Belüftung oder Besprühung mit Wasser erforderlich sein. Dazu gehören Zelte, Sonnensegel und andere technische Lösungen. So wenden Sie erfolgreich Gefahren für Beschäftigte durch das Wetter ab. Passen Sie Arbeitszeit und Arbeitsrhythmus sowie Arbeitsintensität an die Witterung an. Prüfen Sie beispielsweise, ob Arbeiten auf einen anderen Zeitpunkt verschoben werden, oder Arbeitszeiten in die kühlen Morgenstunden verlegt werden können. Passen Sie Pausenzeiten der Belastung an. Halten Sie die Mitarbeiter zu gegenseitiger Aufmerksamkeit an und unterweisen Sie zu folgenden Themen:

  • Erste-Hilfe-Maßnahmen bei hitzebedingten Erkrankungen.
  • Geben Sie Informationen über die besonderen Gefahren und von Ihnen getroffenen Schutzmaßnahmen.
  • Halten Sie zu richtigem Trinkverhalten an. Gewährleisten Sie die ständige Verfügbarkeit von geeigneten, kühlen Getränken. Eine Wasserflasche im Baucontainer ist keine Möglichkeit regelmäßig Flüssigkeit aufzunehmen, ohne den Arbeitsplatz zu verlassen. Getränke sollen sich im direkten Arbeitsumfeld befinden.

Achtung bei Schadstoffalarm! 

Werden durch die Umweltbehörden Überschreitungen der Ozonwerte bzw. Sommersmog gemeldet, sind deren Empfehlungen unbedingt zu befolgen. Es besteht eine deutlich erhöhte Gesundheitsgefahr.

Die Experten von KUECK Industries helfen Ihnen hier gerne weiter. 

Kommentare sind geschlossen.