Schutzmaßnahmen

Schutzmaßnahmen sind diejenigen Maßnahmen, die der Unternehmer auf der Grundlage seiner Gefährdungsbeurteilung zum Schutz seiner Beschäftigten treffen muss. Die vom Gesetzgeber festgelegte, grundsätzliche Rangfolge der Schutzmaßnahmen ist folgende:

  1. Technische Schutzmaßnahmen an und mit Arbeitsverfahren und Arbeitsmitteln, spezielle Ausrüstungen von Maschinen, ferngesteuerte Arbeitsmaschinen
  2. Organisatorische Maßnahmen: dazu zählen Leitung, Aufsicht, Koordination, Verhaltensregeln, Betriebsanweisung, Unterweisung, Gestaltung der Arbeitsplätze, Erste Hilfe
  3. Persönliche Schutzausrüstungen (PSA)

Häufig wird danach auch vom TOP-Prinzip gesprochen. Die Maßnahmen haben sich am Stand der Technik zu orientieren.

Beim Umgang mit Gefahrstoffen hat der Unternehmer nach Gefahrstoffverordnung die Substitutionsprüfung voranzustellen. Er muss also den dokumentierten Nachweis darüber führen, dass er geprüft hat, ob ein anderer ungefährlicherer Ersatzstoff oder ein anderes ungefährlicheres Verfahren zum Einsatz kommen kann. Aus dem TOP-Prinzip wird deswegen das STOP-Prinzip.

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