FAQ’s Tankprüfung

Informationen zum Thema Tankprüfung

 

Wenn Ihr Heizöltank aufgefüllt wird, pumpt das Tankfahrzeug etwa 250 Liter bis 450 Liter pro Minute in Ihren Tank. Dadurch kann der Tankvorgang schnell abgeschlossen werden.
Ein sogenannter Grenzwertgeber (GWG) ist bei einer Heizöllagerung von mehr als 1000 Liter durch den Gesetzgeber vorgeschrieben. Denn der Grenzwertgeber verhindert eine Überfüllung Ihres Tanks. Mit Hilfe einen Steuerleitung schaltet er die Pumpen am Tankwagen automatisch ab, wenn die maximale Befüllmarke erreicht ist. Der Grenzwertgeber schützt also, Ihr Haus und unsere Umwelt!

grenzwertgeber_sicherer_oeltank_tankpruefung

Grenzwergeber alter Bauart haben nur kleine Siebartige Löcher und wurden von 1984 eingebaut. Diese Grenzwertgeber können verpilzen und dann nicht mehr richtig funktionieren.
Der Sachverständige kann dies bei seiner Prüfung nicht feststellen. Um das prüfen zu können, müsste der Grenzwertgeber durch eine Fachfirma ausgebaut und überprüft werden.
Um die Gefahr einer Überfüllung des Tanks durch einen nicht mehr richtig funktionierenden Grenzwertgeber alter Bauart zu vermeiden, empfehlen unsere Sachverständigen den Austausch.

grenzwertgeber_detail_oeltank_tankpruefung

Beim sogenannten Einstrangsystem wird das Heizöl vom Heizöltank bis zum Vorfilter nur über eine Ölleitung geführt. Dem Tank wird über diese Saugleitung also genau die Menge an Heizöl entnommen, die tatsächlich am Brenner der Heizung benötigt wird. Somit muss auch kein Öl in den Tank zurückgeführt werden. Im Einstrangsystem ist die Ölleitung aus technischen Gründen also als eine Saugleitung ausgeführt. Sollte es zu einem Leck kommen, tritt kein Heizöl aus, sondern es kommt meist zu einer Betriebsstörung am Brenner. Das führt dazu, dass ein Leck in der Ölleitung schnell auffällt.

Beim sogenannten Zweistrangsystem verlaufen zwischen Öltank und Brenner an der Heizung zwei Ölleitungen. Die eine, der sogenannte Vorlauf, fördert Heizöl aus dem Öltank zum Brenner. Dabei wird aber mehr Heizöl zum Brenner gefördert, als tatsächlich verbrannt werden kann.  Das nicht genutzte Heizöl läuft über die zweite Ölleitung, den sogenannten Rücklauf, wieder zurück in den Tank. In der Abbildung werden beispielsweise 50 Liter Heizöl pro Stunde zum Brenner gefördert. Nicht verbranntes Heizöl, im Beispiel 48,6 Liter pro Stunde, werden zurück in den Tank befördert. Als Folge wird der Tankinhalt ständig umgewälzt, in einem Jahr mit typischen 1.800 Betriebsstunden weit über 30 Mal. Dadurch wird das Heizöl erwärmt und reichert sich mit Sauerstoff an. Das führt zu einer schnelleren Alterung und Sedimentation des Heizöls. Außerdem verkürzt sich die Standzeit des Ölfilters, da er ohne Unterbrechung Heizöl filtern muss. Aber, der wesentliche Nachteil eines Zweistrangsystems ist seine geringere Sicherheit: Denn tritt im Rücklauf ein Leck auf, so kann dies lange unbemerkt bleiben, da es nicht zum Abschalten der Heizung führt. Deswegen empfehlen unsere Sachverständigen im Rahmen von Wartungsarbeiten auf das sogenannte Einstrangsystem umzusteigen.

heizoeltank_einstrang-zweistrangsystem

Anlagenart
innerhalb eines Wasserschutzgebietes
außerhalb eines Wasserschutzgebietes
unterirdische Anlagen • Vor Inbetriebnahme oder nach einer wesentlichen Änderung.
(z.B. Erdtanks)
• Wiederkehrend, spätestens 2,5 Jahre nach der letzten Prüfung. • Wiederkehrend, spätestens 5 Jahre nach der letzten Prüfung.
• Vor Wiederinbetriebnahme einer länger als 1 Jahr stillgelegten Anlage.
• Wenn die Anlage stillgelegt wird.
Oberirdische Anlagen
mit einem Gesamtrauminhalt
• Vor Inbetriebnahme oder Wiederinbetriebnahme nach mehr als 1 Jahr Nutzungsunterbrechung sowie nach einer wesentlichen Änderung, wenn der Aufbau der Anlage nicht von einem Fachbetrieb nach § 19 I WHG vorgenommen wurde.
von 1.000 bis 10.000 Liter
• Wiederkehrend, spätestens 5
Jahre
nach der letzten Prüfung,
bei Heizöl erst ab 5.000 Liter
• Keine wiederkehrende Prüfung
• Wenn die Anlage stillgelegt wird. • Keine Prüfung, wenn die Anlage
stillgelegt wird.
Oberirdische Anlagen
mit einem Gesamtrauminhalt über 10.000 Liter
• Vor der Inbetriebnahme oder nach einer wesentlichen Änderung

• Wiederkehrend, spätestens 5 Jahre nach der letzten Prüfung

• Vor Wiederinbetriebnahme einer länger als ein Jahr stillgelegten Anlage.

• Wenn die Anlage stillgelegt wird.

 

weitere wichtige Tipps finden Sie in der Broschüre des IWO – Institut für Wärme und Oeltechnik

Broschuere_Der_Heizoeltank_IWO-1

Der Heizöltank

Vorteile des eigenen Heizölvorrats

• Tanksysteme im Überblick
• Gesetzliche Regelungen zur Heizöllagerung
• Die sichere Heizöllagerung

 

hier Fachbroschüren downloaden

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