Baustelle

[wpanchor id=“2″]Unter einer Baustelle im Sinne des § 1 Abs. 3 BaustellV wird der Ort, an dem ein Bauvorhaben ausgeführt wird, bei dem eine oder mehrere bauliche Anlagen auf Veranlassung eines Bauherren errichtet, geändert oder abgebrochen und die dazugehörigen Vorbereitungs- und Abschlussarbeiten durchgeführt werden, verstanden.

Baustellenverordnung (BaustellV)

Seit dem 01.07.1998 gilt die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen – kurz Baustellenverordnung – BaustellV. Sie ergänzt das deutsche Arbeitsschutzrecht um Bauherrenpflichten und dient der Umsetzung der EG-Baustellenrichtlinie (92/57/EWG) vom 24.06.1992.

Ziel der Baustellenverordnung ist es, dass Maßnahmen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bereits bei der Vorbereitung eines Bauvorhabens und bei der Organisation der Arbeiten berücksichtigt werden, sowie zum Schutz des Baustellenpersonals die Zusammenarbeit der Arbeitgeber hinsichtlich des Arbeitsschutzes koordiniert wird.

Aufgrund der Baustellenverordnung ist auch der Bauherr verpflichtet, Arbeitsschutzmaßnahmen sowohl bei der Planung der Ausführung als auch bei der Bauausführung selbst umzusetzen. In Abhängigkeit von der jeweiligen Baumaßnahme können folgende Schritte erforderlich sein:

– Berücksichtigen der allgemeinen Grundsätze des Arbeitsschutzes nach § 4 Arbeitsschutzgesetz
– Erstellung einer Vorankündigung
– Erstellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzplans (SiGe-Plan)
– Erstellung einer Unterlage für spätere Arbeiten an dem Objekt
– Bestellung eines geeigneten Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators (SiGeKo)

Soweit der Bauherr die Aufgaben nicht selbst wahrnimmt, kann er die Verpflichtung auch auf einen Dritten übertragen.
Alle weiteren Details sind in den Regeln für Arbeiten auf Baustellen (RAB) geregelt.

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