5 Tipps: Richtiges Verhalten im Umgang mit dem Rettungshubschrauber

Ist ein Rettungshubschrauber im Anflug, zählt jede Sekunde, egal ob ein Unfallereignis oder ein internistischer Notfall vorliegen. Umso wichtiger ist es, dass die Landung nicht behindert wird. Die ADAC-Luftrettung hat deswegen 5 wichtige Tipps herausgegeben.

umgang-rettungshubschraubern-KI-aktuell_02-20161. Halten Sie genug Sicherheitsabstand:
Wenn ein Hub- schrauber landet, müssen Sie Sicherheitsabstand halten. Empfohlen werden mindestens 50 Meter. Denn ein Hubschrauber wirbelt Luft und damit auch lose Gegenstände auf. Durchden starken Abwind der Rotorblätter entsteht ein kräftiger Wind, durchaus in Orkanstärke. Halten Sie lose Gegenstände wie Mützen, Schals oder Brillen fest und schützen Sie Ihre
Augen vor aufwirbelndem Sand und Gräsern.

2. Keinesfalls Tücher oder sonstige Markierungszeichen auslegen:
Wenn es irgendwie geht, sollte die Landefläche frei von Hindernissen wie herumliegenden Gegenständen sein, weil diese die Landung gefährden können.

3. Hubschrauber starten auch rückwärts:
Oft starten und landen Hubschrauber gegen die Windrichtung. Ein Hubschrauber kann somit auch rückwärts abhebend aufsteigen. Passen Sie besonders auf, wenn sich der Hubschrauber dicht über dem Boden dreht. Halten Sie 50 Meter Abstand.

4. Achtung, laufender Rotor:
Der Mindestabstand gilt insbesondere auch beim Auslaufen der Rotorblätter, was etwa zwei Minuten dauert. Die Rotorblätter senken sich mit abnehmender Drehgeschwindigkeit immer weiter ab. Unterschätzen Sie nicht die Höhe des Rotors und den Durchmesser – also die Reichweite – der Rotorblätter. Halten Sie mit Autos und zu Fuß gerade jetzt einen sicheren Abstand ein. Warten Sie, bis der Rotor zum Stillstand gekommen ist. Erst, wenn die Rotorblätter still stehen, darf man sich dem Hubschrauber nähern, allerdings nur von vorne und mit Blickkontakt zum Piloten.

5. Das Heck ist tabu:
Nähern Sie sich niemals von hinten einem Hubschrauber. Dort besteht Lebensgefahr. Denn der schnell drehende Heckrotor ist kaum zu sehen und durch seinen Luftsog äußerst gefährlich.

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